Symptom Schultergürtelschmerz - rheumatische Polymyalgie

Die rheumatische Polymyalgie wird auch als entzündliches Muskelrheuma bezeichnet. Sie tritt in der Regel bei Patienten ab dem 45. Lebensjahr auf, oft aber auch erst später. Das Krankheitsbild zeigt sich mit starken Schmerzen im Schultergürtel, welche bis in die Arme ausstrahlen können. Es können auch Bereiche des Beckens und der Oberschenkel von den Schmerzen betroffen sein. Vor allem nachts setzen die Schmerzen ein und liegen oftmals im Zusammenhang mit entzündlichen Erkrankungen der Blutgefäße. Sie sollten auf jeden Fall vom Arzt behandelt werden.

Rheuma

Weichteilrheuma


Vier Krankheitsbilder

Es werden folgende Krankheitsbilder des Weichteile-Rheumas unterschieden: Fibromyalgie, Schultersteife, Sehnenreuma und die rheumatische Polymyalgie.

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Behandlung des Schultergürtelschmerzes - der rheumatischen Polymyalgie

Durch die Gabe von Glukokortikoiden (100 mg/Tag) kommt es nach wenigen Tagen zur Beschwerdebesserung. Wenn nicht gleichzeitig ein Befall der Arteria temporalis vorliegt, kann mit geringeren Initialdosen (30 mg/Tag) behandelt werden. Die Dosis wird im Allgemeinen nur gesenkt wenn Beschwerdefreiheit eintritt. Zur Verhinderung von Rückfällen ist in der Regel eine Erhaltungstherapie über die Dauer von mindestens einem Jahr nötig.
Wenn die alleinige Behandlung mit Kortikoiden keine zufriedenstellenden Ergebnisse hervorruft, kann zusätzlich Methotrexat (MTX) verschrieben werden. Die Therapiedauer liegt bei 18 bis 24 Monaten.

Je nach Stadium und Schmerzhaftigkeit des Schultergürtelschmerzes behandelt man unterstützend mit Medikamenten wie Entzündungshemmern (sogenannten NSAR - Antiphlogistika) und Schmerzmitteln.
Eine weitere Behandlungsmöglichkeit bei der Schultersteife ist Cortison. Aktuelle Forschungen konnten zeigen, dass niedrig- und gleichmässig dosiertes Cortison in Tablettenform, über etwa 25 Tage eingenommen, den gleichen Effekt hat, wie kürzere höhere Dosierungen. Damit lässt sich eine Hochdosierung dieses mit den bekannten Nebenwirkungen verbundenen Medikamentes vermeiden.
Cortison kann auch als Spritze in das Schultergelenk angewendet werden. Erreicht aber nicht die gleiche Effizienz.