Kortikoide bei Rheuma

Kortikoide (oder auch Corticosteroide oder Corticoide) sind Steroidhormone, zu Ihnen gehören die Mineralokortikoide, Glukokortikoide und die Androgene. Therapeutisch genutzt werden bei Autoimmunkrankheiten die Glukokortikoide. Dabei werden die rheumatischen Symptome effektiv unterdrückt. Die Dosen liegen in der Regel bei bis zu 7,5 Milligramm Prednisoläqivalenz, in Ausnahmefällen für kurze Zeit auch höher (über 15mg). Hochdosierte Glukokortikoide werden aber meist nur bei akuten Schüben verschrieben und nach Beendigung des Schubs wieder abgesetzt. In diesen Fällen ist es in Ausnahmen auch möglich, dass Glukokortikoide kurzfristig gleichzeitig mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) verschrieben werden. Das ist wegen der Gefahr von erheblichen Nebenwirkungen unter normalen Umständen unbedingt zu vermeiden. Die Einnahme erfolgt dann zeitversetzt: Glukokortikoide früh am Morgen, NSAR am Nachmittag. In jedem Falle muss die Therapie den individuellen Bedürfnissen des Betroffenen angepasst werden.

Rheuma

Weichteilrheuma


Vier Krankheitsbilder

Es werden folgende Krankheitsbilder des Weichteile-Rheumas unterschieden: Fibromyalgie, Schultersteife, Sehnenreuma und die rheumatische Polymyalgie.

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Kortikoide

Die lang andauernde Einnahme von Kortikoiden kann zu einem charakteristischen Krankheitsbild führen, dem sogenannten Cushing-Syndrom mit Osteoporose, Diabetes mellitus, Fettsucht, Fettleber und Muskelschwund. Rheumatiker werden seit einigen Jahren längerfristig mit sehr niedrig dosierten Glukokortikoiden behandelt. Diese Art der Therapie bezeichnet man als Low-dose-Kortikoidtherapie. Mit den Substanzen Prednisolon oder Methylprednisolon werden bei täglichen Dosen um die 7,5 Milligramm die rheumatischen Symptome effektiv unterdrückt. Eine Heilung ist auf diesem Weg allerdings nicht möglich, da lediglich die Symptome unterdrückt werden.