Schmerzlinderung durch Analgetika

Ein Analgetikum ist ein Stoff, der schmerzstillend (analgetisch) wirkt. Im Idealfall unterdrückt er die Schmerzempfindung, ohne das Bewusstsein, die sensorische Wahrnehmung und andere wichtige Funktionen des Zentralnervensystems zu beeinflussen bzw. die Leitung von Aktionspotentialen in afferenten Nervenfasern zu unterdrücken.
Analgetika wirken weder entzündungshemmend noch beeinflussen sie die Aktivität rheumatischer Erkrankungen. Sie sind dann sinnvoll, wenn keine Entzündung vorliegt, aber dennoch Schmerzen auftreten. Typische Medikamente sind Paracetamol, Flupirtin sowie die verschiedenen Opioide. Die Opiode sind sind natürliche Substanzen aus dem Milchsaft des Schlafmohns (z.B. Codein, Morphin) oder diesem nachempfundene, chemisch hergestellte Stoffe (z.B. Tramadol, Fentanyl). Bei sachgemäßer Anwendung unter ärztlicher Kontrolle sind die Opioide sehr wertvolle Arzneimittel. Gefährliche Nebenwirkungen treten im Vergleich zu den nicht-steroidalen Antirheumatika sehr viel seltener auf.

Es lassen sich bei den Analgetika noch unterscheiden nach Monopräparaten und Kombinationspräparaten. Monopräparate enthalten nur einen Wirkstoff. Auftretende Nebenwirkungen können so besser eingeschätzt und die entsprechende Maximaldosis berechnet werden. Kombinationspräparaten werden in schweren Fällen verschrieben, bei denen der Eisatz eines Wirkstoffes nicht mehr ausreicht. Eine Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt sind auf jedenfall zu empfehlen.

Rheuma

Weichteilrheuma


Vier Krankheitsbilder

Es werden folgende Krankheitsbilder des Weichteile-Rheumas unterschieden: Fibromyalgie, Schultersteife, Sehnenreuma und die rheumatische Polymyalgie.

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Analgetika Wirksubstanzen und Einnahmehinweise

Nicht-Opioide

Stoffklasse/ Wirksubstanz Höchstdosis pro Tag Einnahmehinweise Nebenwirkungen Gegenanzeigen
Paracetamol bis 3x1 g/Tag
kurzfristig.
4x1 g/Tag
fieber-
senkend
Alkohol
meiden
Leberschäden, bei Überdosierung, Allergie Leberfunktions-störungen
Metamizol bis 4x1 g/Tag Reservemittel da Gefahr von Blutbildungs-
störungen, fiebersenkend
Blutbildungs-störungen  
Flupirtin max. 600 mg/Tag gut geeignet bei Muskelverspannungen Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit, Magen-Darm-Problemen Leber-, Nierenschäden, Vorsicht bei älteren Menschen

Opioide

Stoffklasse/ Wirksubstanz Höchstdosis 
pro Tag
Einnahmehinweise Neben-wirkungen Gegenanzeigen
Codein 30 mg - 60 mg als Husten-mittel auf dem Markt  Verstopfung, Müdigkeit, Hautveränder-ungen Verstärkung der Wirkung durch Alkohol und Psycho-
pharmaka
Tramadol 3 bis 4x50  mg/Tag - max. 400 mg   Schwindel, Blutdruck-
senkung, Übelkeit
Prostata
Morphin individuelle Dosiseinstellung, Beginn mit 2x10 mg/Tag  stark wirksames Opioid Verstopfung, Übelkeit  
Fentanyl individuelle Dosiseinstellung als Pflaster alle 3 Tage Verstopfung, Übelkeit

 

Oxycodon individuelle Dosis
Retardpräparat beginnt mit 2x10 mg/Tag
stark wirksames Opioid s.o.

 

 

Buprenorphin individuelle Dosis stark wirksames Opioid siehe oben